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Finsterwalder Flugfest ermöglicht luftige Ausblicke

Ob mit einem Blick aus 300 Metern Höhe auf das Familienhaus oder einem Fallschirmsprung aus 2500 Metern Höhe– das Flugfest auf dem Finsterwalder Segelflugplatz bot im Wortsinn viele Höhepunkte.

Claudia Lindner aus Finsterwalde hat es gewagt. Sie traute sich, mit einem Tandemsprung aus 2500 Metern Höhe auf die Erde zuzustürzen. »Eigentlich wollte ich schon immer so etwas Verrücktes machen. Da mir aber Bungee-Jumping zu gefährlich ist, habe ich mich hierzu entschlossen. Immerhin springt man nicht allein«, so Claudia Lindner, die sich vor ihrem Sprung weit weniger Sorgen machte, als ihre Eltern. Tandemmaster Steve Szalkowski erklärte die Anforderungen an einen solchen Sprung. »Die Belastung ist natürlich sehr hoch, nicht nur körperlich, da muss man schon ein wenig Fitness haben - auch geistig, denn die Kräfte, die bei einem solchen Sprung wirken, sind schon sehr groß«. Begeistert und aufgeregt wurde dann auch der Abflug der Tandemspringer von den rund 400 Schaulustigen verfolgt. Bereits am Samstag waren kleine und große Flugfans auf dem Segelflugplatz in Heinrichsruh gekommen und erfreuten sich am Flugverkehr. Die Modellflieger zeigten nicht nur ihre Fluggeräte, sondern boten auch für kleine und große Bastelfreunde an, sich selbst einen kleinen Modellflieger zu bauen. Doch vor allem bestand die Möglichkeit, selbst im Flugzeug Platz zu nehmen und in die Lüfte abzuheben. Die Piloten waren Mitglieder des FSV Otto Lilienthal, die am Wochenende einmal nicht für sich selbst, sondern nur für die Gäste flogen. Einer von ihnen war Sven Hoffmann aus Finsterwalde. Bei seinem viertelstündigen Flug ließ er sich von seinem Piloten in 300 Metern Höhe über das Tagebaugebiet in Lichterfeld fliegen. »Zurück ging es über Massen und Lindthal, wo ich mir endlich einmal das Haus meiner Eltern von oben ansehen konnte. Es war ein tolles Erlebnis«, so Hoffmann. Der Finsterwalder Horst K. flog schon in seinen Jugendjahren - allerdings im Segelflugzeug. Beim Flugfest war er Passagier und war danach überrascht. »Es ist schon erstaunlich, wie viele Leute einen Pool im Garten haben«, so der 83-Jährige. Einen Hubschrauberflug absolvierte Tobias Blankenburg mit seiner Großmutter. »Meine Großmutter konnte sich noch einmal ihre alte Wohnung im Klingmühler Eck ansehen, bevor das Wohngebiet abgerissen wird«, so Tobias Blankenburg nach seinem Flug bei rund 155 Stundenkilometern. Seit der Wende ist das Flugfest auf dem Finsterwalder Segelflugplatz eine feste Tradition. Zum 19. Mal veranstaltete der FSV Otto Lilienthal Finsterwalde am vergangenen Wochenende das Flugfest. »Wir wollen unsere Besucher nicht mit großen Highlights anlocken, sondern mit Beständigkeit unterhalten«, so der Vorsitzende Wilfried Arlt.

Lausitzer Rundschau


 

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